Bahnhof-Restaurant

Anders als andere....


Croissant

Croissants kommen nicht aus Frankreich, sondern aus Österreich, genau gesagt aus Wien, woe sie 1683 während der Belagerung durch die Türken erfunden wurden. der Legende nach hörten Wiener Bäcker bei Ihrer nächtlichen Arbeit die Türken einen graben, um die Stadt einzunehmen; sie alarmierten die Wachsoldaten und vereitelten den Plan. Zur Erinnerung kreierten die Bäcker das bekannte halbmondförmige Backwerk, das sie mit dem eleganten Namen "Croissant" (französisch für Halbmond) schmückten.


Vorspeisen

Kaviar

Der beste und teuerste Kaviar kommt nicht aus Rußland sondern aus dem Iran. An dem zu Persien gehörenden süd- lichen Rand des Kaspischen Meeres ist das Wasser tiefer und sauberer und die Verarbeitung wird besser kontrolliert. Außer im Kaspischen Meer wird Kaviar auch noch im Asowschen Meer und im Schwarzen Meer gefischt. Aber nach Aussagen von Profi-Köchen soll diese Ware nicht die Qualität des Kaviars aus dem Iran erreichen.

Weißbrot

Weißbrot kommt von "Weizenbrot". Unsere Vorfahren nannten den Weizen "Weiße", daraus entstand "Weizenbrot" und später "Weißbrot", so wie wir es noch heute nennen..


Hauptgerichte

Spaghetti aus Italien

Die leckeren Nudeln kommen nicht aus ,,Bella Italia". Dort sind sie zwar schon seit dem 13. Jahrhundert bekannt und traten von Italien aus auch Ihren Siegeszug auf die Speisekarten an. Ursprünglich aber stammen die Spaghetti aus China. Marco Polo hat die Herausforderung an die guten Tischmanieren von einer seiner beiden großen Reisen mitgebracht.

Fisch

Fische sind taub und stumm ? Viele Fische können durchaus Schallwellen wahrnehmen; die nötigen Organe, die sogenannten "Fischohren", befinden sich in Kapseln hinter den Augen. Manche, wie Knurhahn, Tigerfisch, Krächzerfisch, Katzenwels und der gemeine Trommelfisch, erzeugen auch mehr oder weniger laute Töne (um sich mit Artgenossen zu verständigen, aber auch um Feinde abzuschrecken), die mit empfindlichen Mikrophonen aufgefangen werden können. Dabei bedienen sie sich der Flossenknorpel, der Zähne oder ihrer Luftblase.


Nachspeisen

Erdbeere

Die Erdbeere ist biologisch gesehen keine Beere, sondern eine sogenannte ,,Sammel- nußfrucht". Was wir als Erdbeere verzehren, ist in Wahrheit eine ungewöhnlich fleischige Blütenachse. Die eigentlichen Früchte der Erdbeerpflanze aber sind die winzigen auf dieser fleischigen roten Blütenachse angebrachten Nüsse. Ähnlich ist die Situation bei Himbeeren und Brombeeren. Sie sind ,,Sammelsteinfrüchte", weil an die Stelle der Nüsse Steine treten. Richtige Beeren sind zum Beispiel Heidelbeeren, Hagebutten aber auch Gurken.


Getränke

Einschenken von Wein

Der Kellner hat den Arm nur beim Einschenken von Weißwein auf dem Rücken. Beim Einschenken von Rotwein dagegen nimmt er das Weinglas vom Tisch und benutzt beide Arme bzw. Hände.

Blümchen-Kaffee

Man nehme eine Bohne, hänge sie an einem Faden so vor ein sonnenbeschienenes Fenster auf, das der Schatten der Bohne in ein mit kochend Wasser gefülltes Gefäß fällt.

Irish Coffee

Der Als "Irish Coffee" bekannte Trank aus Kaffee, Whiskey, Sahne und Zucker war bis weit über die Mitte des 20. Jahr- hunderts in Irland völlig unbekannt. Der "Irish Coffee" wurde quasi in der Luft geboren: Zur Zeit der ersten Transatlantikflüge, als es noch keine Kabinen und wenig Wärmendes auf dem Weg von den USA nach Europa gab, wurde dieses Gemisch den durchgefrorenen Fluggästen bei der damals nötigen Zwischenlandung angeboten. Und die fand ausgerechnet in Irland statt.

Milch

Gewitter macht Milch sauer. Dieser Aberglaube folgt aus dem Trugschluß, daß von zwei Ereignissen, die immer zusammen auftreten, eines das andere verursachen müsse. Und da saure Milch nur schwer für Blitz und Donner sorgen kann, bleibt hier nur die andere Kausalbeziehung übrig. Der wahre grund für die saure Milch ist die feutwarme Luft; diese fördert säureprodu- zierende Bakterien, gleichzeitig aber auch die elektrische Spannung zwischen Erde und Atmosphäre, die dann schließlich zu Gewittern führt.

Alkoholfreies Bier

Alkoholfreies Bier ist nicht, wie manche Konsumenten glauben, völlig alkoholfrei; es darf bis zu 0,5 Prozent Alkohol enthalten. Bei den meißten bekannten Marken liegt der Alkoholanteil zwischen 0,35 und 0,48 Prozent.


Beilagen und Zutaten

Erbsen

Erbsen haben Hülsen, keine Schoten. Mit Schoten meint man in der Botanik die Früchte der sogenannten Kreuzblütler, das sind Kräuter oder Sträucher mit je vier kreuzweise stehenden Kelch- und Blüten- blättern.

Erdnüsse

Erdnüsse sind Nüsse. Weit gefehlt. Erdnüsse sind Bohnen, keine Nüsse; siegehören wie die Erbsen und die Bohnen zu den Hülsen- früchten, die Ihre Samen durch eine elastisch ledrige Hülse schützen. Anders als viele glauben, kommen Erdnüsse auch nicht vor- zugsweise aus den USA-deren jährliche Ernte von zwei Millionen Tonnen fällt weit hinter die zehn Millionen Tonnen aus China zurück. Sie dienten in den USA zunächst als Schweinefutter. Erst um 1880 begann der Zirkusunternehmer Barum, Erdnüsse in Tüten auch für Menschen anzubieten.

Essig

Essig verdünnt das Blut. Das konnte man früher mit mahnendem Unterton von der Oma hören. Aber in Wahrheit läßt selbst vermehrter Genuß von Essig, ganz gleich welcher Sorte, Blutbild und Organfunktionen völlig unverändert.

Knoblauch

Es ist nicht der Knoblauch, der nach einem gut gewürtzten Essen den bekannten Geruch verursacht. Knoblauch regt nur den Abbau bestimmter Stoffe an, die dann den notorischen Geruch verbreiten. Mediziner fanden durch die Untersuchung der Atemluft in den nächsten 30 Stunden nach Knoblauchgenuß heraus, daß der Anteil an stark riechenden sog. Sulfiden und Disulfiden in unserem Atem, die aus der frischen Knoblauchknolle stammen, schon wenige Stunden nach dem Essen stark zurückgehen. Andere sehr geruchsintensive Substanzen (z.B. Aceton), erreichen ihre höchste Konzentration in der Atemluft erst viel später. Sie entstehen aus den durch Knoblauch angeregten Stoffwechselprodukten.

Karotten

Karotten enthalten Karotin, den Rohstoff für das Vitamin A. Und weil der Mensch ohne dieses im Halb- dunkel schlecht sieht, gelten Karotten oft als Mittel gegen schlechtes Sehen allgemein. In Wahrheit haben Vitamine- von der Sicht bei Dämmerung abgesehen- mit den Augen nichts zu tun. Und selbst für eine gute Sicht bei wenig Licht sind Extra-Karotten überflüssig, denn die normale Alltags-Nahrung enthält Vitamin A genug.

Ketchup

Das Ketchup ist keinegswegs eine amerikanische Erfindung, sondern kam als "Ke-tsiap" mit chinesischen Einwanderern dorthin. Dort wurde die Soße 1869 von Henry John Heinz, einem 25jährigen Nachfahren deutscher Emigranten, entdeckt. Der ließ sie in Massen produzieren und machte seinen Nachnamen zu einem der bekanntesten Ketchup-Markennamen weltweit.


Sonstiges

Visitenkarte des Kellners

In der Gastronomie gilt das Tuch des Kellners als seine Visitenkarte. Ein guter Kellner hat dieses Tuch stets über dem Arm.

Stellenangebot

Erfahre Spaghettisortierer gesucht. Der Bewerber oder die Bewerberin sollte in der Lage sein, die verschiedenen Größen gleich- mäßig auf die zu servierenden Teller zu verteilen.

Deutsche und Südländer

Der Deutsche kommt in ein Restaurant, sieht sich um, und setzt sich an einen freien Tisch. Der Südländer kommt in ein Restaurant und geht sofort an den Tisch, wo schon Menschen sitzen.


Die "Rezepte" sind dem "Lexikon der populären Irrtümer", erschienen im Eichborn Verlag, entnommen.


Inhaltsverzeichnis